Grünes Licht für die Planungen zweier neuer Bahnstationen auf der Strecke zwischen Mühldorf und Salzburg: Untersuchungen des Freistaats haben ergeben, dass der Bau von weiteren Haltepunkten sowohl in Freilassing als auch in Saaldorf-Surheim im Landkreis Berchtesgadener Land Sinn macht und mittels Planungen nun von der Deutschen Bahn vorangetrieben werden soll. Das Bayerische Verkehrsministerium wird für die neuen Stationen in Vorleistung gehen und Planungen für rund 550.000 Euro finanzieren. Die beiden Stationen kosten zusammen knapp sieben Millionen Euro und sollen voraussichtlich bis zum Jahr 2030 im Zuge des zweigleisigen elektrifizierten Ausbaus zwischen Mühldorf und Freilassing realisiert werden.

Bayerns Bau- und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer: „Die Planungsmittel sind gut angelegt. Wir wollen, dass die Züge zu den Menschen kommen und die Wege zum Einsteigen noch kürzer werden. Die neuen Halten werden das umweltfreundliche Bahnfahren für noch mehr Leute im Rupertiwinkel attraktiver machen. Mit dieser Investition ziehen wir gezielt auch einen regionalen Nutzen aus dem großen Bahnausbauprojekt zwischen München und Freilassing.“

Die beiden Bahnstationen stellen einen lang gehegten Wunsch der Gemeinde Saaldorf-Surheim bzw. der Stadt Freilassing dar. Bislang scheiterte die Umsetzung jedoch stets daran, dass sich die neuen Haltepunkte auf der bislang eingleisigen Strecke nicht in den Fahrplan integrieren ließen. Dies ändert sich mit der Realisierung des aktuell laufenden Bedarfsplanprojekts des Bundes zum Ausbau der Bahnstrecke zwischen München und Freilassing bzw. Burghausen.

Markus Hiebl, 1. Bürgermeister der Stadt Freilassing: „Schon lange engagiert sich die Stadt Freilassing intensiv für einen weiteren Bahnhaltepunkt im Norden der Stadt. Diesem Vorhaben kommen wir nun einen großen Schritt näher. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet ein Bahnhof in unmittelbarer Nähe zur eigenen Wohnung ein Gewinn an Lebensqualität. Aber auch die Arbeitnehmer der ansässigen Betriebe im nördlichen Industriegebiet würden von dieser hervorragenden und noch dazu klimafreundlichen Möglichkeit zu pendeln, profitieren. Ich freue mich, dass damit der Umstieg vom Auto auf alternative Mobilitätsformen erleichtert wird.“

Andreas Buchwinkler, 1. Bürgermeister der Gemeinde Saaldorf-Surheim: „Für unsere Gemeinde geht ein seit Jahren bestehender Wunsch in Erfüllung! Die Realisierung des Bahnhaltepunktes in Saaldorf-Surheim bedeutet für unsere Gemeinde einen wichtigen Schritt, um den ÖPNV weiter ausbauen zu können und unseren Bürgerinnen und Bürgern so die Schul-, Arbeits- und Freizeitwege im Sinne unseres Klimas flexibler gestalten zu lassen. Das vorausschauende Handeln der letzten Jahre bezüglich der Planungen eines eventuellen Haltepunkts zieht nun ein positives Ergebnis nach sich und gibt uns die Möglichkeit, einen attraktiven Bahnhaltepunkt zu gestalten. Die Verwirklichung ist für uns eine große Freude und somit geht mein herzlicher Dank an meine Vorgänger, an die Herrn und Damen Abgeordnete und an das Staatsministerium in Person von Frau Verkehrsministerin Kerstin Schreyer sowie an alle beteiligten Akteure!”
Bayerns Bahnchef Klaus-Dieter Josel freut sich über den neuen Vorstoß des Verkehrsministeriums: „Wir wollen eine starke Schiene in ganz Bayern. Dazu passt diese neue Initiative des Freistaats. Deshalb haben wir bereits erste Vorbereitungen getroffen, um unmittelbar nach Unterzeichnung des Planungsvertrags loslegen zu können. Durch die Bündelung der Stationsplanungen mit den Streckenausbauplanungen ergeben sich erhebliche Synergien, daher ist die Beauftragung schon jetzt eine richtige Entscheidung“, so Josel.

Für die neue Bahnstation in Freilassing sind derzeit zwei Standorte im Bereich der Wasserburger bzw. Klebinger Straße in der Diskussion. Hier rechnet der Freistaat zukünftig mit etwa 400 Ein- und Aussteigern pro Tag. In Saaldorf-Surheim wurden für einen Stationsstandort nördlich der Eisenbahnüberführung in der Helfau 140 Ein- und Ausstiege pro Tag prognostiziert. Im Rahmen der Planungen sollen nun unter anderem die genauen Standorte und weitere Maßnahmen im Umfeld der neuen Stationen abgestimmt werden. Der Freistaat erwartet von den Kommunen unter anderem eine Anpassung des öffentlichen Busangebots an die neuen Haltepunkte und eine attraktive Erschließung des Stationsumfelds, zum Beispiel mit Fahrradabstellmöglichkeiten.

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